Kernnachrichten Veröffentlicht am 14. September 2026, 15:31 Uhr

Blizzard bricht Schweigen: Offizielle Antwort zu den Veröffentlichungsterminen von Diablo 5 und StarCraft

Jonas Becker

Von Jonas Becker

Veröffentlicht auf OpenGames

Ein Bild aus dem StarCraft-Spiel 2030, das einen terranischen Soldaten zeigt, der vor einem Marine-Power-Rüstungsanzug steht.

Johanna Faries, die Präsidentin von Blizzard, stellte klar, dass die geplanten Veröffentlichungstermine für *Diablo 5* und *StarCraft* Teil einer umfassenderen Unternehmensstrategie sind, um sicherzustellen, dass wichtige Titel pünktlich geliefert werden. Diese Kommentare des Blizzard-Managers kamen kurz nach der offiziellen Vorstellung der beiden Franchises auf der BlizzCon 2026 in Anaheim.

Bei der Eröffnungszeremonie der BlizzCon 2026 gab *StarCraft*-Entwickler Dan Hay bekannt, dass die Veröffentlichung des nächsten Teils der Serie irgendwann im Jahr 2030 geplant ist. Der Enthüllungstrailer legte einen starken Fokus auf das Terranische Dominion und betonte insbesondere, wie das Regime seine Soldaten als verfügbare Vermögenswerte betrachtet. Der *StarCraft*-Titel 2030 wird von seinen traditionellen Echtzeitstrategie-Wurzeln abweichen und ein Open-World-Shooter sein. Dieser Ankündigung folgte unmittelbar ein unerwarteter Teaser für *Diablo 5*, das im Frühjahr 2029 erscheinen soll.

Blizzard-Präsident stellt klar, dass konkrete Veröffentlichungstermine für StarCraft und Diablo 5 im Voraus geplant waren

Mit *StarCraft* und der überraschenden Enthüllung von *Diablo 5* hat Blizzard nun zwei große Projekte, die noch Jahre von der öffentlichen Veröffentlichung entfernt sind. Dennoch erklärte Faries, dass diese konkreten Ankündigungen das Vertrauen des Unternehmens in *Diablo 5* und *StarCraft* demonstrieren sollten. In einem Gespräch mit Bloomberg betonte Faries, dass Blizzard ein Studio sei, das sich der pünktlichen Lieferung groß angelegter Veröffentlichungen verschrieben habe. Sie bemerkte weiter, dass das Team „alle Mann an Bord ist, um diese Projekte zum Erfolg zu führen“. Dieser Zeitplan war für einige Fans besonders überraschend, da Blizzard es in der Vergangenheit vermieden hat, Veröffentlichungsfenster für sein geistiges Eigentum so weit im Voraus festzulegen.

Auf der BlizzCon 2026 boten die Entwickler von Diablo 5 den Besuchern eine Vorschau auf die kommende Folge. Die Erzählung spielt in einer Zeit, in der Sanctuary Diablo und seinen dämonischen Armeen erlegen ist. Folglich wird Diablo 5 sichere Städte und Zufluchtsorte eliminieren, so dass Spieler keine traditionellen Erholungsorte mehr haben. In der Präsentation wurden drei auswählbare Klassen hervorgehoben: der Dämonenjäger und der Mönch, die beide aus Diablo 3 ein Comeback erleben, und ein brandneuer Archetyp namens Seuchenritter. Während Einzelheiten zum Seuchenritter noch spärlich blieben, verfügten die zurückkehrenden Klassen über Designs, die an ihre Diablo 3-Ursprünge erinnerten. Dies deutet darauf hin, dass Dämonenjäger wahrscheinlich ihre Dual-Armbrust-Mechanik beibehalten werden, während Mönche sich möglicherweise weiterhin auf Kampfkünste verlassen, um Horden von Dämonen zu bekämpfen.

Fans der Diablo-Reihe müssen nicht bis 2029 auf neue Gameplay-Inhalte warten. Diablo 4 soll Anfang 2027 die Amazone als neunten spielbaren Charakter einführen. Die Amazone ist eine Wiederbelebung einer Klasse aus Diablo 2 und wird ihre legendären Speere einsetzen, um Skovos vor verschiedenen Bedrohungen zu schützen, und wird auf ein einziges Geschlecht beschränkt sein. Diese neue Klasse wird als eigenständiges Paket angeboten und kann über den Battle.net Shop und andere Einzelhandelsplattformen erworben werden. Der Preis wird voraussichtlich niedriger sein als der einer vollständigen Erweiterung.

Faries‘ Kommentare zu den Zukunftsplänen von Blizzard kamen mehrere Monate, nachdem Microsoft, die Muttergesellschaft des in Irvine ansässigen Studios, im Juli 2026 einen massiven Personalabbau in seiner Gaming-Abteilung bekannt gegeben hatte. Xbox-CEO Asha Sharma beschrieb die Kürzungen im Juli als Teil einer umfassenderen Unternehmensumstrukturierung und stellte fest, dass insgesamt 3.200 Stellen gestrichen wurden. Faries erkannte die Unsicherheit, die diese Entlassungen für Blizzard verursachten, betonte jedoch ihr Engagement für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Stabilität und kulturellen Integrität des Unternehmens.

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