Tides of Annihilation erschien wiederholt in großen Gaming-Showcases wie State of Play und projizierte das Bild eines potenziellen Durchbruchstitels im Charakter-Action-Genre, vergleichbar mit Franchises wie Devil May Cry oder Bayonetta. Bestimmte Elemente haben jedoch immer wieder Vorbehalte bei mir hervorgerufen. Ob es die Kulisse eines zerstörten Londons war, der hyperrealistische visuelle Stil oder die Kampfmechanik, irgendetwas hielt mich immer zurück.
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, auf der Gamescom 2026 eine ausführliche Demo von Tides of Annihilation zu spielen. Obwohl mir die hochglanzpolierte, rasante Action auf jeden Fall gefallen hat, ging ich mit einem Gefühl der Neutralität davon. Es war weder überwältigend noch enttäuschend; Ich war einfach... überwältigt.
Bild: Eclipse Glow Games
Für den Kontext: Tides of Annihilation schlüpft in die Rolle von Gwendolyn, einer jungen Frau auf der Suche nach der Rettung ihrer Schwester und dem Sturz der Halbgötter des mythischen Reiches Avalon. Die Erzählung spielt sich hauptsächlich in einem modernen, zerstörten London ab, das einer Invasion aus der Anderswelt ausgesetzt war und Gwendolyn als letzten verbliebenen Menschen zurückgelassen hat. Darüber hinaus erwirbt sie die Fähigkeit, mehr als 10 verschiedene legendäre Ritter der Tafelrunde zu befehligen, eine Funktion, die ich für den überzeugendsten und innovativsten Aspekt des Spiels halte.
Die Ritter der Tafelrunde repräsentieren das stärkste Konzept von Tides of Annihilation
Während die Hauptaktionsmechanik bekannten Motiven folgt, liegt der einzigartige Haken in Gwendolyns Fähigkeit, im Kampf bis zu vier verschiedene Ritter einzusetzen, um abwechslungsreiche Angriffe auszuführen. Diese Verbündeten helfen auch in der Oberwelt, indem sie schwere Kisten handhaben oder Gegenstände heben, um Zugang zu erhöhten Zonen zu erhalten. Angesichts der weitgehend linearen Struktur des Spiels bleibt unklar, ob die Spieler dazu ermutigt werden, nach verborgenen Geheimnissen und Sammlerstücken im Stil von Metroidvania Ausschau zu halten, eine Frage, die wahrscheinlich bei der vollständigen Veröffentlichung beantwortet wird.
Bild: Eclipse Glow Games
In meiner Demo-Sitzung ging es hauptsächlich darum, durch ein riesiges Museum voller unterschiedlicher Zonen und Entdeckungen zu navigieren, obwohl der Verlauf weitgehend linear blieb und durch häufige Begegnungen mit Feinden unterbrochen wurde. Anfangs war das System des Wechsels zwischen Rittern mitten im Kampf verwirrend, da jede Einheit bestimmten Controller-Eingaben zugeordnet ist. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Spieler die Mechanik beherrschen, um nahtlose, synergistische Ritterkombinationen zu erstellen.
Der Kampf von Tides of Annihilation sieht besser aus, als er sich anfühlt
Spieler können mit einem Ritter zuschlagen, während sie Gwendolyn kontrollieren, und dann für einen Folgeangriff zu einem anderen wechseln und diesen Zyklus wiederholen. Die taktischen Optionen, die bei diesen Gefechten zur Verfügung stehen, sind sehr vielfältig. Dennoch führten die mangelnde Durchschlagskraft der Treffer oder die trägen Reaktionen des Feindes zu einer Unterbrechung. Das Gameplay war einfach nicht so erfreulich wie die ausgefeilte Präsentation, die man in Trailern oder beim Zuschauen anderer sah, sodass ich keine wirkliche Vorfreude auf den nächsten Kampf hatte.
Ich bin gespannt, wie sich das Gameplay entwickelt, und hoffe auf Anpassungen, die den Kampf zugänglicher und lohnender machen, da sich derzeit nur wenige Elemente besonders neuartig oder spannend anfühlen. Da der Markt mit Charakter-Action-Titeln gesättigt ist, benötigt *Tides of Annihilation* deutlich mehr Durchschlagskraft in seinen Kämpfen, um sich einen Platz in der Elite zu sichern.